Geschichte

St. Pius

Im Advent 1961 grüßte P. Franz zu Löwenstein SJ zum ersten Mal ausdrücklich die Katholiken, die zwischen Blücherstraße und Otterbach in Hof wohnten.

Er wies auf die feierliche Segnung der hölzernen Notkirche am Zobelsreuther Wäldchen hin. Seit Hl. Abend dieses Jahres fanden in der provisorischen Kirche, die noch ohne eigene Ausstattung war, Gottesdienste statt. In den folgenden Jahren wurde dann nach und nach angeschafft, was nötig war oder die Kirche schmückte.

Bis zum 5. November 1977 diente dieser Notbehelf, der dann abgebaut und in Bischberg bei Bamberg als Provisorium wieder aufgebaut wurde.
Spätestens 1972 war deutlich geworden, dass die kleine Kirche nicht mehr ausreichte. Ein Kirchenbauverein gründete sich, der die nötigen 10 Prozent - immerhin 100.000 DM - des Bauvorhabens durch verschiedene Aktionen aufbrachte. Im Mai 1976 erfolgte der 1. Spatenstich für das von den Architekten Rudolf Zanke und Willi Schödel entworfene Bauwerk.
Grundsteinlegung war am 25. Juli 1976. In der Kupferkapsel wurden die Urkunde der Grundsteinlegung, sowie die Tageszeitung und einige Münzen eingemauert. Bereits am 22. Oktober konnte Richtfest gefeiert werden.

Am 6. November 1977 weihte der neu ernannte Erzbischof von Bamberg, Dr. Elmar Maria Kredel, den Altar der neuen Kirche St. Pius X. ein. Assistiert wurde er von Pfarrer und Dekan P. Hans Sommer SJ.
Großer Wert wurde auf die künstlerische Gestaltung des Innenraums gelegt. Ein lichtdurchfluteter, farbiger Fries ist der von Hubert Weber aus Lichtenfels gestaltete Kreuzweg. Er bildet einen eigenwilligen Kontrast zu den dunklen Betonmauern. Die Bronzearbeiten mit Szenen der Bibel sind ein Werk der Bildhauerin Margarete Wiggen aus Köditz. Auf dem Tabernakel ist die Anbetung des Lammes dargestellt, den Ambo ziert das Motiv der Jünglinge im Feuerofen. Am Sockel der Leuchter sind die Arbeiter im Weinberg und auf den Türgriffen der Glastür die klugen und törichten Jungfrauen zu sehen. Die Marienstatue aus dem 19. Jahrhundert und das gotische Holzkreuz über dem Altar waren schon in der Notkirche vorhanden. Am 7. März 1982 wurde die Orgel geweiht.